Gesunder Wasserhaushalt – gesundes Leben
Auf dem Schreibtisch steht ein Glas Wasser, eine Sprudelflasche und alles, was man sonst noch so zum Arbeiten oder Lernen braucht. Für viele Schüler ist dies nicht die Regel. Vielmehr liegen Süßigkeiten neben dem Mathe-Buch; Chips und Limonade neben dem Schreibheft. Doch eine körpergerechte Flüssigkeitsaufnahme hilft auch beim Lernen.
Unser Körper besteht zu etwa 60% aus Wasser. Wasser bildet einen der Grundstoffe des Lebens. Es ist nicht nur wichtig, sondern lebenswichtig. Entscheidend ist eine gewisse Balance aus Flüssigkeitsaufnahme und -abgabe. Wasser erzeugt den Druck in unserem Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Dies wird als osmotischer Druck bezeichnet. Wasser reguliert die Körpertemperatur: Wenn wir schwitzen, geben wir Wasser ab und dadurch auch Wärme. So verändert sich die Körpertemperatur. Doch dieses Wasser muss auch wieder aufgenommen werden. Das geschieht durch Speisen und Getränke. Wer regelmäßig Sport treibt, der kennt den Durst, den man nach körperlicher Betätigung verspürt.
Je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht variiert der Bedarf an Wasser. Säuglinge und Kinder brauchen mehr Wasser als ein erwachsener Mensch. Dieser braucht, wenn er etwa 70 kg wiegt, über 2,5 Liter Wasser. Wird der Flüssigkeitsbedarf nicht ausgeglichen, können Mangelerscheinungen auftreten. Bei einem Verlust von über 20% des Wassers droht sogar der Tod. Die sogenannte Dehydratation tritt ein, wenn der Wasseraushalt derart aus dem Gleichgewicht gekommen, dass die Funktionen des Körpers nicht mehr aufrechterhalten werden können.
Entgegen Meinungen, die behaupten, dass viel Trinken viel hilft, kann der Wasserhaushalt auch ‘überfüllt’ werden. Ein gesundes Maß ist wichtig, denn zuviel Flüssigkeit kann die lebenswichtigen Funktionen des Wassers in unserem Körper auch beeinträchtigen. Durch zuviel Wasser wird der Natriumhaushalt gestört. ‘Viel Trinken’ gehört also auch zu den zahlreichen Gesundheitsmythen, die im Internet zuhauf kursieren. Empfehlenswert ist vielmehr das Lauschen der eigenen Bedürfnisse: Hat man gerade Durst oder einfach nur Appetit auf Zucker? Hört man auf seine körperlichen Bedürfnisse, regelt sich der Wasserhaushalt fast von selbst. Man trinkt, wenn man durstig ist, und isst, wenn man hungrig ist.